Äolische Inseln und Ätna Mai 2026
Im Mai habe ich meine Italien-Saison eröffnet. Ein ganzer Winter ohne Sizilien und die Äolischen Inseln ist einfach zu lang!

Auf unserer Reise trafen wir uns zunächst in Catania. Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es früh ins Bett, denn am nächsten Morgen stand ein früher Start bevor. So blieb uns mehr Zeit auf Stromboli. Direkt nach unserer Ankunft auf der Insel musste ich erst einmal den Ausblick von Strombolis schönster Terrasse genießen.

Schon am ersten Abend wurden wir mit einem herrlichen Sonnenuntergang und spektakulären Ausbrüchen für das frühe Aufstehen mehr als entschädigt.
Nach einem wohlverdienten Abendessen ging es schließlich ins Bett. Den nächsten Morgen ließen wir ganz entspannt angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kleinen Vulkanologie-Stunde erkundeten wir den Ort.


Am Nachmittag trafen wir unseren Bergführer, mit dem wir über den Panoramaweg bis auf 400 Meter aufstiegen. Auch an diesem Abend wurden wir mit einer beeindruckenden Show belohnt. Kontinuierliche Explosionen aus den Nordostkratern wurden immer wieder von größeren Ausbrüchen aus anderen Kratern begleitet.
Bevor wir uns von Stromboli verabschieden mussten, wartete noch ein weiteres Highlight auf uns: unsere Inselrundfahrt. Diesmal sogar mit Begleitung einer großen Schule Delfine!


Unser nächstes Ziel war Lipari – die Hauptstadt des Äolischen Archipels.
Auf unserer Wanderung entlang der Westküste liefen wir durch ein wahres Blütenmeer. Doch nicht nur die Flora setzte farbenfrohe Akzente – auch die Geologie beeindruckte mit ihren vielfältigen Farben.

Von Lipari aus unternahmen wir einen Ausflug nach Vulcano, dem zweiten aktiven Vulkan unserer Reise. Hier durfte die Besteigung des Gran Cratere natürlich nicht fehlen. Neben einem beeindruckenden Ausblick auf die übrigen Inseln fanden wir Bims, Obsidian und riesige Brotkrustenbomben.

Da es auf Stromboli keine Autos gibt, muss man sich auf den anderen Inseln erst wieder an den Verkehr gewöhnen. Über manche Fahrzeuge kann man sich allerdings auch besonders freuen.

Zurück auf Lipari besuchten wir noch die Bimsvorkommen, die hier über viele Jahrzehnte abgebaut wurden. Sie führen uns einmal mehr eindrucksvoll vor Augen, welche gewaltigen Kräfte hinter Vulkanausbrüchen stecken und welche enormen Mengen an Material dabei gefördert werden.
Auf Sizilien stand schließlich noch ein weiteres Highlight auf dem Programm: der Ätna. Allerdings machte er es uns in diesem Jahr nicht leicht. Für Mai lag außergewöhnlich viel Schnee, und der starke Wind blies uns immer wieder die vulkanischen Gase um die Ohren.
Trotzdem schafften wir es bis zu den Gipfelkratern und konnten am Kraterrand der Bocca Nuova die Fumarolen sowie die frischen vulkanischen Gesteine bestaunen.


Deutlich erkennbar: Eine Spindelbombe
Wie schon beim Aufstieg wurden wir auch auf dem Weg nach unten von einer Pistenraupe unterstützt. Ohne diese Aufstiegshilfe wäre eine Besteigung an diesem Tag nicht möglich gewesen.

In unserer Unterkunft am Ätna erholten wir uns jedoch schnell von den Strapazen des Aufstiegs.

Doch selbst im Paradies gibt es deutliche Hinweise darauf, dass wir uns an einem aktiven Vulkan befinden.

Eindeutiger Hinweis auf einen aktiven Vulkan: Vulkanische Asche auf den Tischen.
An unserem letzten Tag besuchten wir noch die Ostflanke des Ätnas. Auch hier lagen auf unseren Wegen noch einige Schneereste. Das Farbspiel aus schwarzen Pyroklasten, der weißen Rinde der Birken und den grünen Polstern des Spino Santo wurde von den letzten Schneefeldern eindrucksvoll ergänzt.
Und so gingen acht wunderschöne und ereignisreiche Tage viel zu schnell zu Ende. Aus dem Flugzeug konnte ich mich mit einem letzten Blick von Stromboli verabschieden. Hoffentlich nicht für lange, denn eines ist sicher: Wir sehen uns wieder!

































































































