16. August 2010 -- 22:09 Uhr GMT [ Florian Becker ] Erdbeben auf LipariEin Erdbeben mit der Stärke 4,5 auf der Richter-Skala hat am Montag die Insel Lipari nördlich von Sizilien erschüttert und mehrere Erdrutsche ausgelöst. Sieben Personen wurden leicht verletzt. Auch auf den Inseln Salina und Vulcano lösten sich einige Felsbrocken, berichteten italienische Medien.Quelle und weitere Infos: NZZ Online 3. August 2010 -- 22:18 Uhr GMT [ Florian Becker ] Aufstieg zum Stromboli wieder erlaubtSeit Anfang August lässt der italienische Zivilschutz wieder Gipfelbesteigungen zu. Die Aktivität des Stromboli ist derzeit allerdings auf sehr niedrigem Niveau und die Verweildauer der geführten Gruppen am Gipfel ist relativ kurz...8. Juli 2010 -- 16:59 Uhr GMT [ Florian Becker ] Aufstieg zum Stromboli gesperrtNach einer heftigen Explosion am 30. Juni wurde der Aufstieg zum Gipfel des Vulkans vorübergehend gesperrt. Wann das Verbot aufgehoben wird ist derzeit nicht absehbar. Weitere Infos folgen in den nächsten Tagen.31. Mai 2010 -- 08:01 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Eyjafjall, Tungurahua, PacayaDer Ausbruch in Island stößt seit vergangenen Sonntag keine Asche mehr aus. Ob dies das Ende des Ausbruchs oder nur eine Pause ist vermag niemand zu sagen, es wird sich zeigen...Der Tungurahua (Ecuador) ist diese Woche zwei Mal stark und ohne große Ankündigung ausgebrochen. Weitere Info dazu gibt es auf der Seite des Instituto Geofisico in Quito. Es hat wohl pyroklastische Ströme gegeben, die an der Westflanke kleine Weiler erreicht haben. Der Pacaya in Costa Rica ist auch ausgebrochen, es soll Tote gegeben haben. In der 40 km entfernten Hauptstadt fällt Asche und schränkt das Leben stark ein. 28. Mai 2010 -- 09:23 Uhr GMT [ Florian Becker ] Ausbruch des Eyjafjall zu Ende?Seit 23. Mai produziert der isländische Vulkan Eyjafjall nur noch Wasserdampf. Derzeit ist keine eruptive Tätigkeit mehr zu sehen. Der Ausbruch ist also anscheinend (vorläufig?) beendet.21. Mai 2010 -- 10:33 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] in Island geht der Ausbruch weiterDer Ausbruch in Island geht unvermittelt weiter. Ein Kollege ist gerade vor Ort, nächste Woche kann ich dann bestimmt ein paar Bilder von ihm einstellen. Hier ein paar interessante Links:Der Blog von Haraldur Sigurðsson mit vielen interessanten Fotos und Karten. Die Vorhersage der Position der Aschewolke des Volcano Ash Advisory Center in London (die neueste Berechnung ist ganz unten). Die Seite des Isländischen Meteorologischen Dienstes mit täglichen Updates. Hier eine Übersicht über die Zusammensetzung der Lava. Eine weitere webcam. 5. Mai 2010 -- 17:33 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] in Island geht der Ausbruch weiterIch bin gerade in Wien auf der Jahrestagung der European Geosciences Union. Hier gibt es natürlich auch kurzfristig anberaumte Vorträge und Poster zum aktuellen Ausbruch in Island. Der Tenor ist eindeutig. Der Ausbruch fand zu einem Zeitpunkt statt, als das Azorenhoch sehr weit im Norden stand, sehr nahe beim Islandtief. Durch "diese schmale hohle Gasse" drängte der Jetstream sehr schnell nach Osten und brachte die Aerosole und Asche mit zu uns. Es gibt keinerlei Zweifel, dass beides in der Atmosphäre und das Schließen des Luftraums eine notwendige Konsequenz war. Fakt ist, dass es keinerlei verlässliche Aussagen von Seiten der Flugzeugmotorenhersteller gibt bzgl. wie lange die Motore wie viel Asche aushalten können....An dieser Stelle möchte ich nochmal auf die Seite des Isländischen Meteorologischen Dienst verweisen, die täglich die Situation schildern und viele Bilder posten. 23. April 2010 -- 10:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Satellitenbild der Aschewolke und Korrektur des Updates von gesternHier ein Satellitenbild vom 16. April welches eindeutig die Aschewolke über Mitteleuropa zeigt.Eine Korrektur zur Beschreibung der Karte im gestrigen Update: Der Ausbruch hatte im Osten des Eyjafjallajökull begonnen, in der Nähe von Fimmvörðuháls und verlagerte sich dann nach Westen in die Caldera hinein (großer roter Kreis). 22. April 2010 -- 17:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Karte des AusbruchsHier eine detaillierte Karte des Eyjafjallajökull.21. April 2010 -- 12:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Info zum Vulkanausbruch in Island und den KonsequenzenDer Ausbruch in Island geht weiter und wir hören oft die Frage, wie lange dieser Ausbruch noch dauern wird. Fakt ist, dass man keine verlässliche Aussage treffen kann, wie lange ein Ausbruch noch dauern wird. Die Intensität von Vulkanausbrüchen kann u.U. mehrmals zu- und auch wieder abnehmen.... Die verlässlichste Quelle für Info zu diesem Ausbruch findet sich auf der seite des Isländischen Meteorologischen Dienstes.Zur Diskussion der Flugzeuggesellschaften sei nur so viel gesagt: Die Asche- und Aerosolwolke ist real! Das wissen wir aber NICHT erst seit dem Testflug des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Auf dieser Seite findet sich auch der Link zum offiziellen Bericht (in englisch). Wie in einem früheren Update dargestellt, stellt Vulkanasche in Abhängigkeit von Partikelgröße und Menge eine reale Gefahr für Flugzeuge im gesamten aber v.a. die Triebwerke im Besonderen dar! Beeindruckende Satellitenbilder finden sich auf der Seite des NASA Earth Onservatory. Viele Fotos unterschiedlichster Art finden sich auf der Homepage der Zeitung Boston Globe. Ein beeindruckender Film der Eruptionen und damit assoziierten Druckwellen findet man hier. Weitere Satellitenbilder sowie auch Auswertungen derselben finden sich auf der IAVCEI Remote Sensing Commission. 20. April 2010 -- 07:56 Uhr GMT [ Florian Becker ] Info zu Vulkantour nach IslandAufgrund mehrfacher Nachfrage möchten wir hier über unsere Island-Pläne informieren:Da der europäische Flugverkehr durch die Aschewolke des Eyjafjall stark beeinflusst wird bieten wir derzeit keine spontanen Islandtouren an. Weiterhin in Planung ist natürlich unsere Sommerreise ISLAND vom 20. bis 31. Juli. Für diese Tour sind mittlerweile nur noch wenige Restplätze verfügbar. In jedem Fall werden wir das Tourprogramm so gestalten, dass wir einen Ausflug zum Eyjafjall machen! Sollte der Vulkan im Juli noch aktiv sein (Eruptionen oder Lavaströme), werden wir diesem Schauspiel natürlich ausgiebig beiwohnen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an uns. 18. April 2010 -- 15:25 Uhr GMT [ Florian Becker ] Wie geht's weiter in Island?Seit drei Tagen redet ganz Europa über Islands Vulkane, die Windrichtung und wieso Flugzeuge wegen Vulkanasche nicht fliegen können. Wie sind nun eigentlich die Aussichten für die nächsten Tage und Wochen? Bleibt es beim Verkehrschaos über Europa, bricht gar der Nachbarvulkan des Eyjafjall aus, die angeblich noch viel gefährlichere Katla? Hier mal der Versuch einer wissenschaftlichen Zusammenfassung der Ereignisse mit einem Ausblick:Was ist bisher passiert? Seit vergangenem Donnerstag produziert der isländische Vulkan Eyjafjall (sprich "Äja-Fjattl") sehr viel Asche. Der Grund hierfür liegt vermutlich darin, dass der subglazial gelegene Vulkan viel Gletschereis zum Schmelzen brachte - der Gletscher heißt übrigens "Eyjafjallajökull" = Gletscher der Eyjafjall, sprich "Äja-Fjattla-Jöküttl" ;-) Wasser und aufsteigendes Magma sind eine hochexplosive Mischung: durch die Dampfentwicklung und der damit einhergehenden plötzlichen Volumenzunahme beim Kontakt Magma + Wasser zerreißt es das Magma förmlich und damit nimmt die Explosivität des Vulkanausbruchs stark zu. Geologen nennen so etwas phreatomagmatische Explosion. Die dabei entstehende Asche sind kleinste Partikel magmatischen Gesteins, also vereinfacht gesagt: in kleinste Stücke zerbrochene Lava. Warum war die Wochen davor der Ausbruch ganz anders? Am 20. März begann der Ausbruch am Eyjafjall-Vulkan mit der Öffnung einer vulkanischen Spalte neben dem Gletscher. Dabei wurde kein Gletschereis geschmolzen, daher auch keine Schmelzwasser- bzw. Dampfbildung. In den ersten Wochen konnte die Lava relativ ungestört und mit geringem Druck aus der Spalte heraus kommen, es entstanden zwar imposante Lavafontänen (mehrere Hundert Meter hoch) und Lavaströme. Das Spektakel war aber auf diese kleine Region beschränkt. Erst nachdem sich das Magma am 14. April einen neuen Weg an die Oberfläche gesucht hat und "dummerweise" unter dem Eisschild des Eyjafjall-Gletschers heraus kam, gab es die explosive Eruption mit viel Asche, die nun Europas Flughäfen in Schach hält. Wie lange geht der Ausbruch noch weiter? Das kann niemand sagen! Derartige Vulkanausbrüche können wenige Tage, einige Wochen oder gar Jahre dauern. Sie können Pausen einlegen und scheinbar zu Ende gehen, dann plötzlich wieder anfangen. Beispiele hierfür sind die großen Eruptionen des Ätnas alle paar Jahre oder die Capelinhos-Eruption auf den Azoren anno 1957, die über ein Jahr dauerte, oder bei Island die Surtsey-Eruption, die von 1963 bis '65 dauerte. Es ist derzeit nicht abzusehen, wie sich der Vulkan Eyjafjall in den nächsten Tagen und Wochen verhalten wird, anderslautende "wissenschaftliche" Aussagen sind nicht seriös. Die Beeinträchtigung des europäischen Flugverkehrs hängt aber generell von zwei Parametern ab: Ascheproduktion und Windrichtung! Bricht nun auch bald die Katla aus? In einigen Medien wird spekuliert, ob die Eyjafjall-Eruption nur das Vorspiel einer sehr viel heftigeren Eruption des Vulkans Katla sein könnte. Die Katla liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eyjafjall. Das bedeutet aber nicht, dass die beiden Vulkane ein gemeinsames Vulkansystem bilden => Die Katla bricht nicht automatisch aus, wenn sich am Eyjafjall etwas tut! Es ist allerdings denkbar (wissenschaftlich aber nicht erwiesen), dass beispielsweise durch Erdbeben, die bei der Eyjafjall-Eruption entstehen, das Vulkangebäude der Katla beeinflusst werden könnte. Und Magma auch bei der Katla aufsteigen könnte (rein spekulativ!). Eine Eruption der Katla würde sich aber in jedem Fall vorher durch unterschiedliche Anzeichen ankündigen, z.B. erhöhte Seismik, Gasaustritte, Aufwölbung des Vulkans (cm-Bereich, mit wissenschaftlichen Methoden messbar!) etc. Also: momentan ist nicht unbedingt von einer baldigen Katla-Eruption auszugehen! Ulli hängt momentan auf Sardinien fest ;-) wird aber nach seiner Rückkehr weitere vulkanologische Infos geben. p.s. ein tolles neues Satellitenbild der Aschewolke gibt's bei SZ-Online. 16. April 2010 -- 07:39 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] some facts über vulkanische AscheVulkanische Asche nennt man alle Partikel kleiner als 2 mm, die bei vulkanischer Aktivität entstehen. 99% aller Magmen, die auf der Erde bei Vulkanausbrüchen austreten, sind Silikatschmelzen. Vulkanische Asche ist KEINE Mischung aus Stein, Glas und Sand!!!! Zum größten Teil handelt es sich um Glasfragmente und untergeordnet auch Kristallbruchstücke. Die sogenannte Magmenfragmentation beruht entweder auf der schnellen Expansion der im Magma gelösten Gase oder aufgrund der Volumenzunahme bei der Transformation von externem Wasser zu Gas. Die Menge an produzierter Asche hängt ab von 3 Parametern: 1) Menge im Magma gelöster Gase, 2) Temperatur des Magmas, oder 3) Menge an externem Wasser (Schnee/Gletschereis oder Grundwasser), welches in Kontakt mit dem auftretenden Magma kommt.Der Ausbruch auf Island war anfänglich unter einem Schneefeld gewesen und hatte sich durch dieses schnell durchgeschmolzen. Daher war der Ausbruch nur schwach explosiv und produzierte wenig Asche. Jetzt hat sich das Ausbruchszentrum zum Gipfel des Eyjafjalla verlagert, der von dickem Gletschereis bedeckt ist. Die austretende Lava hat sich bereits durch das Gletschereis geschmolzen und es kommt zur effizienten Fragmentation der Lava. Warum fallen so viele Flüge aus? Vulkanische Asche sind wie bereits erwähnt kleine Fragmente von Lava. Lava ist eine silikatische Schmelze und beginnt - abhängig von der Zusammensetzung - bei 800 - 1000 °C teilweise aufzuschmelzen. Die Gefahr für Flugzeuge besteht darin, dass die Flugzeugturbinen Verbrennungsmotoren sind. Sie saugen Umgebungsluft an und verbrennen diese in den Turbinen und leiten die Abgase über eine Art von Auspuff wieder ab. Falls ein Flugzeug durch eine vulkanische Aschewolke fliegt, werden die Aschepartikel bei der Verbrennung aufgeschmolzen, kühlen dann aber im Auspuff sofort wieder ab und kristallisieren aus. Dabei lagern sie sich an den Wänden ab und können den Auspuff verstopfen. Auspuff zu -> Turbine fällt aus!!! Hier einige Fotos von Marco Fulle. 15. April 2010 -- 18:29 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Satellitenbild der AschewolkeHier ein Satellitenbild der Aschewolke des Ausbruchs auf Island..15. April 2010 -- 14:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Beeinträchtigung des Flugverkehrs wegen des Ausbruchs in IslandDer Ausbruch hat an Stärke zugenommen und zu einem großen Asche- und Aerosoleintrag in die Atmosphäre in bis zu 10 km Höhe verursacht. In England und Skandinavien sind die meisten Flüge gecancelt...Eine Zusammenfassung und Übersicht findet sich bei der Süddeutschen Zeitung. Gute und v.a. direkte und damit sicherlich gesicherte Informationen gibt es auf der Seite des Icelandic Met Office. Der beeinträchtigte Flugraum kann auf der Seite des London Volcanic Ash Advisory Center eingesehen werden. 14. April 2010 -- 17:49 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Überschwemmungen in IslandSeit heute ergießen sich großen Mengen Schmelzwassers von unterhalb des Eyjafjalla-Gletschers aus nach Süden. Die Ringstraße soll gezielt unterbrochen werden um die Schäden so gering wie möglich zu halten. Kollegen von mir sind seit gestern vor Ort und werden sicherlich bald berichten.Ein Video der Wassermassen gibt es auch. 13. April 2010 -- 16:19 Uhr GMT [ Florian Becker ] Bildmaterial der Ascheeruption am ÄtnaThomas Bretscher war am 8. April am Ätna und hat tolle Bilder online gestellt. Zu sehen ist die große Aschewolke der vermeintlichen "Eruption" am 8. April sowie die enorme Gasemission an der Flanke des SE-Kraters. Vielen Dank für die tollen Bilder und den Link, Thomas! Hier ein kleiner Vorgeschmack (beide Bilder © Thomas Bretscher):![]()
9. April 2010 -- 10:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] erhöhte Aktivität am Ätna?Gestern am frühen Abend trat viel Asche am Südostkrater aus. Ob es sich hierbei um eine Explosion oder einen Versturz gehandelt hat ist momentan noch unklar. Auf jeden Fall treten am aktiven Vent auf der Ostseite am Fuße des Südostkraters nach wie vor große Mengen Gas aus. Dieser Vent hatte bis zuletzt einen Durchmesser von ca. 10 m, seit dem Ereignis gestern soll er sich auf ca. 50 m vergrößert haben. Wir behalten die Situation im Auge..5. April 2010 -- 21:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Die versprochenen Bilder aus IslandWie versprochen gibt es hier Martin's sensationelle Bilder des Ausbruchs in Island.4. April 2010 -- 09:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Der Aufstieg zum Stromboli ist wieder erlaubtViele Menschen verbringen die Osterfeiertage auf Stromboli. Pünktlich dazu erlaubt die vulkanische Aktivität nun auch wieder den Aufstieg....3. April 2010 -- 12:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Der Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island dauert anDer Ausbruch des Eyjafjallajökull dauert unvermindert an, nachts kann man auf der webcam eindrucksvolle Bilder sehen. Mittlerweile finden sich im Internet auch viele qualitativ hochwertige Fotos, so wie zum Beispiel hier. Ein Bekannter von mir ist gerade aus Island zurückgekommen und wie ich ihn kenne, werde ich hier bald einen Link zu seinen spektakulären Bildern posten können.Flo ist gerade am Stromboli und nach Ostern werden wir auch hierzu wieder ganz neue Neuigkeiten haben. 29. März 2010 -- 13:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Neues zum Ausbruch des Eyjafjallajökull auf IslandDer Ausbruch des Eyjafjallajökull begann am 20. März in den Abendstunden. Es waren mehrer Wochen starker seismischer Aktivität vorausgegangen. Da es ähnliche Phasen mit hoher seismischer Aktivität schon mehrmals in der jüngeren Vergangenheit gegeben hatte, wusste man bis zuletzt nicht, ob das aufsteigende Magma bis zur Erdoberfläche gelangen oder ob es "nur" zu einer Intrusion kommen würde.Der Ausbruch findet an der West-Flanke des gletscherbedeckten Vulkans statt. Eine ca. 500 m lange Ausbruchsspalte ist aufgerissen und hat sich binnen kurzer Zeit durch die Schneedecke geschmolzen. An der Ausbruchsstelle selber ist keine Gletscherbedeckung mehr. Der Ausbruch ist nicht sehr explosiv, die Lavafontänen waren nur einige 10er Meter hoch und der Ascheanteil war gering. Die sehr dünnflüssige Lava trat an mehreren Stellen in Form von Lavaströmen aus und fließt nach Norden. Die anfängliche Angst von Überschwemmungen aufgrund des Schmelzens von Schnee/Eis erwies sich bis dato als unbegründet. Der Vulkan war zuletzt vor 190 Jahren ausgebrochen. In seiner Nähe liegt der ebenfalls gletscherbedeckte Vulkan Katla, der seit Jahren als heißer Kandidat für einen bevorstehenden Ausbruch gilt. Bis jetzt gibt es aber keinerlei Anzeichen auf eine erhöhte Aktivität dort.... Ein Ende des momentanen Ausbruchs ist nicht abzusehen. Es bleibt abzuwarten, ob der Ausbruch bald versiegt oder möglicherweise noch Wochen der Monate andauert. Ein imposantes Satellitenbild der Ausbruchsstelle gibt's hier. Daneben gibt es mittlerweile eine webcam des Ausbruchs. 21. März 2010 -- 08:36 Uhr GMT [ Florian Becker ] Subglazialer Vulkan auf Island ausgebrochenSpiegel-Online (detaillierter Bericht und Foto) meldet soeben einen Vulkanausbruch am Eyjafjallajökull-Gletscher. Islands Behörden haben für den südlichen Landesteil den Ausnahmezustand ausgerufen, Hunderte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Der internationale Flughafen wurde gesperrt, auch Transatlantik-Flüge werden umgeleitet.Einige tolle Bilder von der Eruptionsspalte mit Lavafontänen gibt's hier. 20. März 2010 -- 16:22 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Stromboli, Tungurahua, ColimaAm Stromboli ist die Situation unverändert: Aufgrund erhöhter Aktivität bleibt der Zugang zum Pizzo verboten! Der Magmaspiegel im Schlot ist sehr hoch, es kam auch zu kurzen Lavaströmen. Einige Überwachungssignale liegen deutlich über den sonst üblichen Werten. Dazu kommt, dass immer wieder glühende Bomben bis zum Pizzo geworfen werden und somit ein nicht kalkulierbares Risiko darstellen. Auch Kollegen des INGV Rom haben eine geplante Geländekampagne abgesagt...Der Tungurahua (Ecuador) hat sich wieder beruhigt und setzt damit sein Verhalten seit dem Wiedererwachen 1999 fort: Monate erhöhter Aktivität wechseln sich ab mit Ruhephasen. Eine Zusammenfassung der letzten Woche (auf spanisch) findet sich hier auf der Seite des Instituto Geofisico in Quito. Das Domwachstum des Colima (Mexiko) geht weiter. Der Gipfelkrater ist aufgefüllt und die Lava hat begonnen, nach Westen in Tal La Lumbre zu fließen. Viele Fotos, Filme und mehr findet sich auf hier auf der Seite Colima Volcano Database. 1. März 2010 -- 09:58 Uhr GMT [ Florian Becker ] Stromboli Aufstieg gesperrtUns erreicht soeben die Meldung dass der Aufstieg auf den Stromboli zur Zeit "wegen starker Aktivität" gesperrt ist. Danke an die Bergführer von Magmatrek für diese Info! Bis 400 Meter Höhe darf man gehen.12. Januar 2010 -- 13:30 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] Tungurahua, Vulkan in Kongo, StromboliKollegen am Observatorium des Tungurahua vor Ort berichten, dass glühende Bomben mehrere Hundert Meter über den Krater ausgeworfen werden und dass starke Explosionen die Fenster beben lassen.....Der Ausbruch am Nyamuragira in Kongo geht weiter. Die Lavaströme sind mittlerweile mehr als 20 Kilometer weit geflossen.... Am Stromboli hat sich scheinbar vor wenigen Tagen ein kleiner Lavastrom ereignet. Der Nachschub ist wohl aber schon versiegt und der Strom ist am Abkühlen. 7. Januar 2010 -- 20:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ] TungurahuaDer Tungurahua in Ecuador, knapp 120 km südlich von Quito, ist wieder erwacht. Er war seit Anfang Juni 2009 ruhig und ermöglichte mir somit, im August dort 4 Wochen mit Kollegen und 3 Studenten auf den Ablagerungen des Ausbruchs vom Juni und AUgust 2006 sowie August 2008 zu arbeiten. Seit Mitte Dezember gab es Hinweise, dass diese Ruhepause zu Ende gehen könnte und am 1. Januar war es soweit.... Einige Fotos (automatisches Laden) findet man auf der Startseite des Instituto Geofisico in Quito. Man sieht deutlich (auf den Fotos vom 2. Januar), dass frische Lava im Krater zu sehen ist und am 5. Januar fanden leichte strombolianische Ausbrüche statt. Am 16. Juli 2009 sah der Krater noch so aus....4. Januar 2010 -- 9:53 Uhr GMT [ Florian Becker ] Mayon, Galeras, Ätna, StromboliAm Mayon (Philippinen) hat sich die Lage scheinbar beruhigt. Die Behörden haben Entwarnung gegeben und nur noch in nächster Entfernung sind rund 3000 Menschen evakuiert. Dafür ist der kolumbianische Vulkan Galeras ausgebrochen. Rund 8000 Menschen wurden hier evakuiert, eine 12 km hohe Eruptionswolke stieg auf. Am Ätna ist die Lage unverändert: glühendes Leuchten aus der Öffnung des Depressionskraters an der Ostflanke des SE-Kraters, aber keine Lavaströme oder Eruptionen. Die Häufigkeit der Schwarmbeben ist in den letzten Tagen deutlich zurück gegangen. Am Stromboli hat sich seit der großen Eruption am 24. November nichts Wesentliches getan. Die Aktivität ist auf normalem Niveau, wovon ich mich in 2 Wochen persönlich überzeugen werde... ;-) | |||
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